Junge Stadt in alten Mauern
Veranstaltung im Kulturhaus Schwanen

Kulturhaus Schwanen

Weltmusik, Pop, Rock, junge Bands, Klassik, Open Stage, A Cappella, Theater, Kabarett, Comedy, Tango-Kurse, Salsa-Kurse, Tanzfeste, Vorträge, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Projekte, Kunstkurse, Meetings, Feiern, Diskos, Biergarten.

Kartentelefon: 07151 5001-1674
Winnender Straße 4
71332 Waiblingen
07151 -1675, -1651, -1660
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Konzeption

Der Schwanen ist ein Kulturhaus, mit allen unterhaltenden und vergnüglichen Aspekten von Kultur, also ein Stück weit ist er auch ein Freizeitcenter für Unterhaltung und Amüsement, eben ein Stück weit. Der Schwanen ist ein Kulturhaus und damit auch ein Stück weit ein Wirtshaus mit Saal für alles mögliche, aber eben nur ein Stück weit. Der Schwanen soll, neben allem anderen, vor allem Kultur fördern und erzeugen, Kultur der Gesellschaft. Er ist eine Bildungseinrichtung. Er soll einem Publikum, das neuen kulturellen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen ist, ein Programm bieten. Und zugleich soll er solche kulturelle Offenheit anregen, soll Interesse an fremden Kulturen, an Kulturformen gesellschaftlicher Minderheiten fördern, soll alles das, was neben dem homogenisierten Mainstream lebt und als Spurenelement für die gesellschaftliche Gesundheit wichtig ist, ermuntern, gerade auch die kritischen Elemente, soll dafür ein Podium geben und ein Publikum suchen helfen. Das Wirken des Schwanen soll im kulturellen Sinn wirkliche Vielfalt und scheuklappenlose Bildung sein, im sozialen Sinn Förderung der Verbindung disparater oder gar auseinandertreibender Kulturen und gesellschaftlicher Gruppen.

Wenn man so will, war das jetzt eine Art Definition von Soziokultur. Eine Gesellschaft kommt ohne neuartige Autos, ohne neue Baustoffe, ohne neue Medien und Techniken aus, aber nicht ohne neue, also zeitgenössische Kunst und Kultur. Denn eine Gesellschaft ohne Jetztzeitkunst, ohne sozusagen auf der Höhe der Zeit sich bewegende Musiker, Schauspieler, Schriftsteller, Tänzer, Filmemacher und Maler ist ohne Spiegelbild und ohne Wunschbild, ist nur eindimensional, ist auf einer Schiene statt auf einem Weg. Dazu Joseph Beuys: "Die Kunst ist meiner Meinung nach die einzige evolutionäre Kraft. Das heißt, nur aus der Kreativität des Menschen heraus können sich die Verhältnisse ändern. (Kann die Schiene zum Weg werden.) Und ich glaube, viele Menschen spüren, dass das Menschliche, also dieser menschliche Punkt, in der Kunst am meisten weiterentwickelt werden kann."

Diese Sätze von Beuys, und damit zurück zum Schwanen, treffen auch für den Umgang mit Kunst zu. Ein Kulturhaus muß mit Gefühl und Intuition arbeiten. Es muß funktionieren, aber es darf keine Veranstaltungsmaschine sein, kein geöltes Kulturaggregat. Ohne Gespür, ohne Muse, ohne kreative Nachdenklichkeit, ohne "einen menschlichen Punkt" in der ganzen Organisation wäre ein Haus wie der Schwanen vielleicht toll und voll mit Events - aber letztlich leer und tröge. Der Schwanen aber soll äußerlich und innerlich lebendig sein, soll für die Kultur leben - und selber mit Kultur.
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