Junge Stadt in alten Mauern
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Sehenswürdigkeit

Nikolauskirche

Kurze Strasse 39
71332 Waiblingen
Die im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil errichtete Nikolauskirche, die kein Steingewölbe, sondern eine Holzdecke hatte, wurde 1634 im Dreißigjährigen Krieg ein Raub der Flammen und brannte bis auf die Außenmauern nieder. Mit Spenden sowie mit Hilfe der „Brandsteuer“, einer herzoglich erlassenen Zwangsabgabe, gelang bis 1677 ein Wiederaufbau im barocken Stil. Die dabei von Heinrich Waibel in Stuck und Teilvergoldung aufwendig gestaltete Kanzel wird bis heute als „Prachtwerk, wie es in Altwürttemberg kein zweites gibt“ bezeichnet. Sie gilt als frühbarockes Kunstwerk in einem evangelischen Kirchenraum noch vor den Einwirkungen des Pietismus. Über Longinus als Kanzelträger befinden sich der Kanzelkorb mit den Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sowie Petrus und Christus mit dem Kreuz. Auf dem Baldachin präsentieren Engel die Passionssymbole. Der Kircheninnenraum wurde 100 Jahre später umgestaltet und die barocke Wandbemalung übertüncht. Eine weitere Renovierung mit teilweiser Wieder-Freilegung der barocken Motive erfolgte 1904/05.
Im Jahre 1973 wurde die Nikolauskirche an die griechisch-orthodoxe Gemeinde vermietet, die sie für ihre Bedürfnisse veränderte. Unter der Auflage, den evangelischen Charakter zu erhalten, wurde die Kirche schließlich im Frühjahr 2001 zum symbolischen Preis von einer Mark an die griechisch-orthodoxe Gemeinde verkauft.


Nikolauskirche in Waiblingen
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