Artenschutz
Saatgutaktion 2026
Waiblinger Garten- und Stücklesbesitzer konnten 2026 im Rahmen des Programms "Förderung der Artenvielfalt der Stadt Waiblingen" wieder kostenfreies Saatgut für den Siedlungsbereich erhalten.
Das Saatgut konnte nur digital beantragt werden. Formular aktuell nicht aktiv
Wenn Sie wissen wollen, wie Sie das Saatgut am besten ausbringen und pflegen, dann können Sie sich hier die Anleitung herunterladen.
Danke an alle Teilnehmenden. Wir drücken die Daumen für eine gute Aussaat und wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Beobachten der Insekten. Die Saatgutaktion endete am 23. März 2026. Der Verteilung des bestellten Saatgutes verzögert sich technisch bedingt. Das bestellte Saatgut geht aber noch rechtzeitig zur Aussaatsaison bei allen Teilnehmenden ein.
Wie Wildbienen besser überleben können
Straßen und zubetonierte Flächen schränken den Lebensraum der Insekten ein, dabei tut eine Vielfalt an Bienenarten auch den Pflanzen gut. Expertinnen und Experten erklären, warum das ein jahrhundertealtes Problem ist, und was man im eigenen Garten dagegen tun kann.
Beleuchtung und Insektenschutz in Waiblingen
Es sieht einfach hübsch aus, wenn Gebäude nachts beleuchtet sind oder angestrahlt werden. Vor allem die Sehenswürdigkeiten und markanten Orte in der Stadt rücken deutlicher ins Gesichtsfeld.
Jedoch: für Insekten sind diese Lichtquellen eine Falle. Das Naturschutzgesetz wurde daher umfangreich geändert. Bis Ende September soll es in Waiblingen dunkler werden, zum Schutz der Insekten, um den seit 1. April 2021 geltenden Bestimmungen des neu gefassten Naturschutzgesetzes gerecht zu werden.
Die Neuregelungen aus dem Naturschutzgesetz zur Außenbeleuchtung an öffentlichen Gebäuden treten morgen (1. April) vollständig in Kraft. Zum Schutz der Insekten und weiterer lichtsensibler Tierarten ist die Fassadenbeleuchtung an öffentlichen Gebäuden nur noch eingeschränkt möglich. In den Sommermonaten soll eine Beleuchtung an Rathäusern, Schlössern und weiteren öffentlichen Gebäuden ganz unterbleiben, im Winter vom 1. November bis zum 31. März bis 22 Uhr möglich sein. Doch Ausnahmen sind möglich und bringen große Probleme mit sich.
Schottergärten
Bunte Gärten statt grauem Schotter
Kaum Kontrolle von Schottergärten
erbotenen Kiesflächen vorzugehen.
Nähere Informationen zum Verbot von Schottergärten:
- Broschüre "Grüne Gartenvielfalt" des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
- Baden-Württemberg e. V.
Schottergärten: Wir werden sie nicht los
Schottergärten sind zwar inzwischen verboten. Verschwinden werden sie aus den Kommunen dennoch noch lange nicht. Und was verbotene Schottergärten sind, diese Klarstellung dauerte ebenfalls etwas länger.
Natur- und Artenschutz in der Bauleitplanung
Biodiversität in Waiblingen
Der Begriff „Biodiversität“ setzt sich aus den Worten "Bios„ (griechisch, =„Leben“) sowie „Diversitas“ (lat., =„Vielfalt“) zusammen und bezeichnet die gesamte Vielfalt des Lebens, die aus drei verschiedenen Ebenen aufgebaut ist:
1) Vielfalt der Ökosysteme (Lebensräume wie Meere, Wälder, Wiesen oder Moore …)
2) Vielfalt der Arten (Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen…)
3) Vielfalt der Gene (Rassen, Sorten…)
Alle Ebenen stehen unter starken Wechselbeziehungen. Die Waiblinger Biodiversitätsstrategie verfolgt das Ziel, die Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und Verbesserungen zu schaffen. Aus aktuellem Anlass ist das Thema Insektenförderung sehr präsent.
Biologische Artenvielfalt
Die LUBW informiert über die Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg
In der 50. Ausgabe der LUBW-Veröffentlichung „Naturschutz-Info“ stehen die in Baden-Württemberg ergriffenen Maßnahmen im Fokus.
Für Bienen und Käfer:
In Bebauungsplänen sind naturferne Vorgärten künftig tabu
Sie sind weiß, sauber und gut zu reinigen – mit Gärten haben sie allerdings wenig zu tun. Weil sie sich auf die Insektenvielfalt, aufs Kleinklima und den Boden katastrophal auswirken, hat die Stadt Schottergärten nun den Kampf angesagt. In den künftigen Bebauungsplänen wird festgelegt, dass zu Vorgärten zwingend Pflanzen gehören sollen. Schottergärten mit einer einzigen Buchskugel oder einsamem Pampasgras sind damit tabu.
- Projekte zum Schutz von Wildbienen
- Zusammenfassung der Problematik "Honigbienen vs. Wildbienen"
- Wildbienen-Kataster
- Projekt "Bunte Wiese" der Universität Tübingen
Projekt zum Nachhaltigen Fischbesatz in der Rems
des Fischereivereins Waiblingen
Ziel des Projekts ist es in der Rems die gefährdeten Bachforellen wieder anzusiedeln und gemeinsam mit der Jugendgruppe des Fischereivereins Waiblingen, das Verständnis für die Natur und ihre Lebewesen zu schulen.
Landesweite Artenkartierung heimischer Amphibien und Reptilien
In Baden-Württemberg werden ab sofort zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit soliden Kenntnissen über die heimische Amphibien- und Reptilienwelt gesucht.
Sie können die Naturschutzverbände und die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz bei einer umfassenden Artenkartierung unterstützen.
Interessierte können sich über die Webseite der LUBW (www.artenkartierung-bw.de) als Kartierer bewerben. Hier finden sie die Steckbriefe der Tiere sowie eine detaillierte Kartieranleitung. Die Kartiererinnen und Kartierer erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung.
Interessante Informationen erhalten Sie auf den Seiten der LUBW.
Projekt Artenschutz am Haus
Artenschutz am Haus ist ein Projekt des Landkreises Tübingen, gefördert durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, das im Sommer 2014 gestartet wurde. Schwerpunkte sind Öffentlichkeitsarbeit, konkrete Beratung z. B. von Bauherren und Architekten sowie die Weiterentwicklung fachlichen Informationsmaterials. Das Projekt beschränkt sich auf Tierarten (Pflanzen werden nicht behandelt) und hat gebäudebewohnende Arten im Fokus.
Weitere Informatinen erhalten Sie unter www.artenschutz-am-haus.de.
Hornissen und Wespen wieder aktiv
Hinweise für friedliches Miteinander mit den geschützten Insekten finden Sie im LINK:
20250626_StK_Hornissen_und_Wespen_wieder_aktiv.pdf
Amphibien und Reptilien in Not
18 von 31 Arten sind in Baden-Württemberg gefährdet
„Leider ist die Situation für unsere Amphibien und Reptilien trotz der umfangreichen Schutzbemühungen im Land weiterhin besorgniserregend“, fasst Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, die Ergebnisse der heute veröffentlichten aktualisierten Roten Liste zusammen.
In der vorliegenden 4. Fassung der Roten Liste der Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs werden die im Land vorkommenden Arten hinsichtlich ihrer Bestandssituation beschrieben und analysiert, in Gefährdungskategorien und Häufigkeitsklassen eingestuft sowie Aussagen zu Entwicklungstrends und Gefährdungsursachen gemacht.