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Bodenschutz/Flächenverbrauch

Bodenschutz

Täglich werden in Baden-Württemberg durchschnittlich 12 ha Boden in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. Etwa 50 % dieser Böden werden versiegelt. Böden haben wichtige Wasserspeicher- und Stoffrückhaltefunktionen, sie dienen der Produktion von Nahrungsmitteln und stellen in Verbindung mit der dazugehörenden Kulturlandschaft einen wichtigen Erholungs- und Klimaraum dar. Der Umweltplan Baden-Württemberg empfielt die Verringerung und Steuerung der Flächeninanspruchnahme im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Bodenressourcen. Unter dem Stichwort Flächen gewinnen hat sich eine Initiative des Landes zur Verringerung des Landschaftsverbrauchs gebildet.

Landschaftsverbrauch
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wird sich der Flächenverbrauch weiter erhöhen. Werden nicht vermehrt Maßnahmen zur Reduktion des Flächenverbrauchs angegangen, schätzt das Statistische Landesamt das Anwachsen der Siedlungs- und Verkehrsflächen auf täglich 13,5 ha bis 2010 und täglich 15,9 ha von 2010 bis 2015.

Laut Untersuchung der Akademie für Technikfolgenabschätzung nimmt die Größe der unzerschnittenen Flächen aufgrund der immer dichter werdenden Verkehrswege und Siedlungsflächen immer weiter ab - in den vergangenen 70 Jahren um 40 Prozent. Die Landschaftszerschneidung und die Verinselung der Biotope wird als wesentliche Ursache des Artenverlustes angesehen.

75 % der Amphibienarten, 47 % der freilebenden Säugetiere, 38 % der Vogelarten und 38 % der Schmetterlinge in Baden-Württemberg sind ausgestorben oder akut gefährdet.

Fazit: Der Flächenverbrauch und damit der Verlust von Freifläche wird bei Abwägungen im Zusammenhang mit Eingriffen landesweit wohl noch zu wenig gewichtet.
Der Planungsverband Unteres Remstal hat den den neuen Flächennutzungsplan 2015 beschlossen. Mit diesem Werk erfolgte eine wichtige Weichenstellung für die weitere Flächeninanspruchnahme. Es ist zu hoffen, dass die Flächeninanspruch moderat ausfällt und der Ausgleich angemessen erfolgt, wobei Flächen nicht vermehrbar sind.

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