Junge Stadt in alten Mauern
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Invasive Arten

Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Asiatische Tigermücke 

Asiatische Tigermücke auch in Waiblingen gesichtet. Zusätzliche Infos hier

Asiatische Tigermücken, Aedes albopictus, verbreiten sich wohl auch in Waiblingen. Zumindest gibt es Meldungen, dass welche gesichtet wurden. Da diese sehr aggressiv sind, schnell zu einer Plage werden und ggf. auch Krankheiten übertragen können, ist eine Bekämpfung sinnvoll, in der Regel trifft man aber noch die heimischen Schnakenarten an.

Es gibt drei gut erkennbare Merkmale, wodurch die Asiatische Tigermücke relativ sicher von einheimischen Stechmückenarten unterschieden werden kann: Fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen, das letzte Beinglied ist weiß, ein weißer Streifen auf dem Kopf und Rücken.

Handlungsempfehlungen für Bürgerinnen und Bürger

Die wirksamste Maßnahme zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke besteht in der Vermeidung und Beseitigung von Brutmöglichkeiten. Tigermücken entwickeln sich innerhalb einer Woche in wassergefüllten Behältnissen, die sich in Gärten oder auf Balkonen befinden wie Regentonnen, Übertöpfe, Untersetzer, Gießkannen, Tiertränken, aber auch Hofgullys, verstopften und durchhängenden Dachrinnen, hohlen Zaunpfählen.

Die beschriebenen Maßnahmen sollten in der Zeit von Anfang April bis Anfang Oktober konsequent umgesetzt werden. Außerhalb dieses Zeitraums findet keine Vermehrung der Tigermücken statt; ein Großteil der im Herbst abgelegten Eier übersteht jedoch unbeschadet den Winter.

Anwohner und Anwohnerinnen können sehr effektiv die Vermehrung von Tigermücken verhindern, indem Gefäße entweder so gelagert werden, dass sich kein Wasser darin ansammeln kann oder indem Behältnisse lückenlos abgedichtet werden. Regentonne mit einem engmaschigen Moskitonetz und einem Gummizug.  Auch das 1-mal-wöchentliche und  vollständige Entleeren von wassergefüllten Behältnissen ist eine sinnvolle Maßnahme, um einer Vermehrung vorzubeugen. Falls diese Maßnahmen nicht für alle Brutstätten umsetzbar sind, können die verbliebenen Brutmöglichkeiten 14-täglich mit Bti-Tabletten behandelt werden. Diese Tabletten beinhalten einen Eiweißstoff, der nur für die Larven weniger Mückenarten tödlich ist. Für andere Tiere, wie z.B. ist der biologische Wirkstoff völlig unbedenklich. Bti-Tabletten können die Bürger und Bürgerinnen beim lokalen Landhandel aber auch im Internethandel erwerben. Eine Abgabe durch die Stadtverwaltung erfolgt nicht.

Zusätzliche Tipps: Tigermückeneier können beseitigt werden noch bevor die Larven schlüpfen. Die Weibchen kleben ihre Eier sehr fest an die Innenwand von wassergefüllten Gefäßen. Mit heißem Wasser von 60 C, können die Eier in den Behältnissen abgetötet werden. Alternativ können die Eier mit einer Bürste aus den Gefäßen entfernt werden. Den Innenrand kräftig abschrubben, Gefäß und Bürste anschließend mit sauberem Wasser ausspülen und das Wasser samt Eiern auf die Erde gießen.

Warum die Asiatische Tigermücke bekämpft werden sollte

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Tigermücke wird durch den globalen Reise- und Handelsverkehr bereits seit Jahrzehnten weltweit verbreitet und trifft mittlerweile auch in Deutschland durch mildere Temperaturen auf einen geeigneten Lebensraum.

Wird sie nicht bekämpft, kann sie sich in klimatisch begünstigten Regionen in den
Sommermonaten stark vermehren und zu einer regelrechten Plage werden. Darüber hinaus stellt sie ein Gesundheitsrisiko dar, denn sie ist in der Lage eine Vielzahl von Krankheitserregern auf den Menschen zu übertragen. Dabei trägt die Tigermücke die Krankheitserreger nicht von Natur aus in sich, sondern muss zunächst einen infizierten Menschen stechen, bei dem die entsprechenden Viren im Blut vorhanden sind. Diese Viren sind in Süddeutschland zwar aktuell nicht verbreitet,
werden aber regelmäßig durch Reiserückkehrende eingetragen. Dann besteht bei längeren Wärmeperioden die Gefahr einer Übertragung von einer infizierten Person über die Tigermücke auf eine weitere Person. Aber nicht nur Menschen, sondern auch Hunde können in Mitleidenschaft gezogen werden. So kann die Asiatische Tigermücke auch Fadenwürmer übertragen, welche die Herzwurmerkrankung bei Hunden verursachen.

 www.gesundheitsamt-bw.de

www.gesundheitsamt-bw.de/lga/de/kompetenzzentren-netzwerke/arbo-baden-wuerttemberg/gesundheitsgefahren/

Allergie auslösende Beifuß-Ambrosie in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch

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Bestände an Straßen bereiten erhebliche Probleme

Die Ausbreitung der aus Nordamerika stammenden Beifuß-Ambrosie hat in den letzten Jahren in Baden-Württemberg trotz der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung zugenommen. Die Pflanze stellt wegen ihres hohen Allergengehalts der Pollen eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar und kann bei sensibilisierten Personen Bindehautentzündung, Heuschnupfen oder gar Asthma auslösen. Aufgrund der milden Herbstwitterung flogen die Pollen der spätblühenden Beifuß-Ambrosie in diesem Jahr bis Anfang November. Die Leidenszeit der Pollenallergiker wird erst durch den Frost beendet.

„Wir müssen durch zielführende Eindämmungsmaßnahmen verhindern, dass sich die Beifuß-Ambrosie in Baden-Württemberg weiter ausbreitet und etabliert. Die Gefahr für Allergien wird in der Bevölkerung sonst erheblich zunehmen“, betont Umweltminister Franz Untersteller.

Im Rahmen der medienübergreifenden Umweltbeobachtung stellt die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg eine kontinuierliche Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie innerhalb der letzten fünfzehn Jahre fest. Mitverantwortlich ist nach Deutschland eingeführtes Wildvogelfutter, das mit Ambrosia-Samen verunreinigt ist, und die durch den Klimawandel bedingte mildere Herbstzeit in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten. Dadurch können die Samen der frostempfindlichen Beifuß-Ambrosie ausreifen und sich weiter ausbreiten. Darüber hinaus spielen auch geänderte Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Landwirtschaft eine Rolle sowie die Zunahme von Brachflächen, die unsachgemäße Kompostierung des Mähgutes von Straßen und aus Grünanlagen sowie die Verteilung von samenhaltigem Erdaushub über Erdbörsen.

„Seit dem Jahr 2006 erfasst die LUBW mithilfe einer Meldestelle den Bestand der Beifuß-Ambrosie und untersucht ihre Biologie“, erklärt die Präsidentin der LUBW, Margareta Barth. „Aufgrund dieses Wissens konnten wir die Pflanze an vielen Stellen zurückdrängen. Nach wie vor unterstützt uns dabei jede Meldung, die uns von Bürgerinnen und Bürgern über die Meldeplattform auf unserer Internetseite erreicht. Mithilfe unserer neuen Umwelt-App können nun auch Bestände direkt von unterwegs gemeldet werden.“

Zur Zeit bereiten die Ambrosia-Pflanzenbestände an Straßen die größten Probleme, da sie an den Straßenrändern schwer zu bekämpfen sind. Bundesweit werden deshalb verschiedene Bekämpfungsmethoden erprobt.

Informationen zum Thema Ambrosia finden Sie auf der LUBW-Internetseite unter