Junge Stadt in alten Mauern
Plan des Standorts Neues Wohnen auf der Korber Höhe

Neues Wohnen auf der Korber Höhe

Die Stadt verfügt im Bereich der Stauferstraße über eigene Grundstücksflächen die erlauben, an dieser Stelle einen klar definierten Siedlungsabschluss zu bilden und die bisher einseitige Bebauung der Stauferstraße sinnvoll zu ergänzen. Es bietet sich an dieser Stelle die große städtebauliche Chance, unterschiedlichen Themen des zeitgemäßen Bauens mit den vielfältigen Nutzeransprüchen einer sich sehr dynamisch ändernden Gesellschaft zu verbinden.

Im Dezember 2020 wurde die Stadt Waiblingen mit dem Projekt „Neues Wohnen auf der Korber Höhe“ in das Netzwerk der „IBA´27 StadtRegion Stuttgart“ aufgenommen. Basierend auf dem Thema des modernen, nachhaltigen und flächenschonenden Bauens sind für die Gebäude unterschiedlichen Wohnungstypologien sowie die Verwendung besonderer Materialien bezüglich Ressourcenschonung, Emissionsfreiheit, Klimaanpassung und Recyclingfähigkeit vorgesehen.

Infos zum Plangebiet, der bisherigen Beteiligung, dem Rahmenplan und der IBA'27 finden Sie unterhalb des Fotos auf dieser Seite.

Bürgerinformation/Ihre Meinung zum Rahmenplan

Am 14. Dezember 2022 wurde der Rahmenplan bei einer öffentlichen Info-Veranstaltung im Ökumenischen Haus der Begegnung vorgestellt. Über die Online-Pinnwand können Sie ganz einfach, ohne Registrierung, Ihre Meinung zum Rahmenplan bis Sonntag, 8. Januar 2023, abgeben.

Luftbild Abgrenzung Neues Wohnen Korber Höhe
Luftbild mit Abgrenzung für das „Neue Wohnen auf der Korber Höhe“

Plangebiet

Das Plangebiet befindet sich nördlich der bestehenden Siedlung und hat eine Größe von ca. 3ha. Es liegt an einem Nordhang und wird begrenzt durch die Stauferstraße im Süden, die Korber Straße im Osten, die K 1858 im Norden und im Westen durch Wohnbebauung an der Staufer Straße und Grünflächen hin zur K1858. Das Gelände fällt von Süden nach Norden um ca. 12m ab. Die Abgrenzung umfasst auch Bereiche, die nicht unmittelbar für Bebauung vorgesehen sind, sondern die auch für die grünplanerische Einbindung einer künftigen Bebauung in den umgebenden Landschaftsraum genutzt werden können.

Rückblick Bürgerbeteiligung 2021

Vom 11. März bis zum 09. April 2021 fand eine Bürgerbeteiligung statt. Es wurden erste Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zum Plangebiet gesammelt und ausgewertet. Die am häufigsten genannten Ideen bezogen sich auf die Themen „Differenzierte Wohnformen und aufgelockerte Bebauung“, den öffentlichen Raum (Grün- und Freiflächen) sowie Ökologie, Umweltschutz und Frischluft.

Die Erkenntnisse der Bürgerbeteiligung wurden zusammen mit den städtebaulichen Zielen in den Rahmenplan aufgenommen. Der Rahmenplan dient als Grundlage für das kommende Wettbewerbsverfahren.

Rahmenplan 

Geprägt wird der Rahmenplanentwurf durch Gebäudegruppen. Durch den Versatz des jeweils mittleren Gebäudes einer Gruppe wird die Bebauung aufgelockert und es entstehen kleine Gemeinschaftshöfe.

Zwischen den Gebäudegruppen entstehen großzügige Grünräume, die Durchblicke schaffen und das Gebiet mit dem angrenzenden Freiraum konsequent vernetzen. Die Streuobstwiese im Norden des Plangebiets und der Rodelhügel bleiben erhalten.

Die Gebäude sind in den Hang hineingeschoben. Sie bleiben auf einer Höhe mit der gegenüberliegenden Bestandsbebauung an der Stauferstraße; Grünstrukturen am Siedlungsrand flankieren das städtebauliche Erscheinungsbild an der Stelle. Bezüglich der Gebäudenutzung sind unterschiedliche Nutzungen vorgesehen. Es sollen flexible Wohnformen entstehen, sowie seniorengerechtes Wohnen. In der Erdgeschosszone sind gewerbliche Nutzungen vorgesehen, ebenso können dort Co-Working-Spaces oder Gemeinschaftsräume für die Bewohner des Gebiets entstehen. Dadurch wird die Erdgeschosszone entlang der Stauferstraße belebt.

Im Osten des Gebiets befindet sich ein Mobility Hub, in welchem die Parkierung des künftigen Gebiets untergebracht ist. Darüber hinaus kann hierüber auch Parkraum für das Bestandsgebiet angeboten werden, was wichtige Entwicklungsimpulse zur Neuordnung und Aufwertung des öffentlichen Raums bieten kann. Zusätzlich können im Mobility Hub noch weitere Leistungen, wie z.B. Car-Sharing, Bikestation, Fahrradwerkstatt, Packstation untergebracht werden. Die Anfahrt des Mobility Hubs erfolgt von der Korber Straße aus über die bestehende Anfahrt der Energiezentrale. Durch die Unterbringung der Parkierung im Mobility Hub wird die Stauferstraße vom Verkehr entlastet und in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Aufenthaltsqualität aufgewertet. Der Mobility Hub ist höher als die anderen Gebäude, dadurch entsteht ein Hochpunkt, der den Eingang des Quartiers markiert.

Hier finden Sie die Präsentationsfolien der Bürgerinfo vom 14.12.2022 (pdf) sowie den Rahmenplan (Plakat, jpg). 

Korber_Hoehe_Perspektive_HochGruenPerspektive Neues Wohnen auf der Korber Höhe - aus: Rahmenplan UTA Architekten und Stadtplaner GmbH

Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart

Wie wollen wir in der Region Stuttgart zukünftig leben, wohnen und arbeiten? Hundert Jahre nach Eröffnung der Stuttgarter Weissenhofsiedlung 1927 widmet sich die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) dieser Frage. Mit der IBA soll der Aufbruch in die Zukunft exemplarisch sichtbar und erlebbar werden – durch innovative Projekte in der ganzen Region, durch neuartige Infrastrukturen und temporäre Experimente. Kleine und große Stadtbausteine definieren einen neuen Umgang mit Dichte und Nähe. Neue Wohn- und Arbeitswelten kommen in produktiven urbanen Quartieren zusammen. Nachhaltige Materialien und Bauweisen schaffen einen Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft. Die IBA’27 stellt dabei die Menschen in den Mittelpunkt: Offen und dialogorientiert will sie gemeinsam neue Antworten finden, wie der gesellschaftliche, technologische und ökologische Wandel in der Region erfolgreich gelingen kann.
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Im IBA’27­Netz bringt die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart eine Vielzahl von Vorhaben zusammen, die sich ehrgeizig mit der Zukunft des Bauens, Wohnens und Arbeitens in der Stadtregion Stuttgart auseinandersetzen. Es entsteht ein Netz des Wissens mit relevanten Zukunftsideen für die Region und darüber hinaus. Es wird geforscht, zusammengearbeitet, diskutiert – und nicht zuletzt gebaut. Die IBA’27 dokumentiert diese Vorhaben und fördert den Austausch sowohl zwischen den verschiedenen Trägern als auch mit den Arbeitsgruppen, Fachforen und der Wissenschaft.

Im Austausch mit den Vorhabenträgern identifiziert die IBA’27 GmbH aus dem Netz Bauprojekte, die besonderes Potenzial für eine Weiterentwicklung als Ausstellungsorte im Jahr 2027 haben. Als IBA’27­Projekte werden diese Vorhaben vom interdisziplinären Team der IBA intensiv begleitet. Die besuchbare Ausstellung für das Präsentationsjahr 2027 wird gegen Ende der Laufzeit der IBA’27 aus allen Vorhaben und Projekten kuratiert. Ankerpunkte des Ausstellungsjahres werden mehrere besonders anspruchsvolle großflächige Stadtentwicklungsprojekte sein. Diese IBA’27­Quartiere führen viele Zukunftsthemen zusammen und werden so zu komplexen und vielschichtigen Vorbildern für die Stadt von morgen.


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